There are no translations available yet.
SIEGSTRECKE als wichtigste Verbindung nach Köln/Bonn und Siegen
Verkehrliche Bedeutung der Strecke
Die Siegstrecke verbindet im Drei-Länder-Eck von Hessen, NRW und Rheinland-Pfalz den Rhein-Sieg-Kreis, den Landkreis Altenkirchen, den Kreis Siegen-Wittgenstein sowie den Lahn-Dill-Kreis und verknüpft damit die Oberzentren Köln, Siegen und Gießen. ie Siegstrecke ist eine der Hauptmagistralen im Regionalverkehr in NRW und zusammen mit der Kursbuchstrecke 445, Siegen – Gießen, die Hauptachse im Schienenverkehr für die Wirtschaftsregion Mitte-West schlechthin. Sie hat damit für die weitere verkehrliche und wirtschaftliche Entwicklung der Anrainerregionen in Hessen, NRW und Rheinland-Pfalz eine herausgehobene Bedeutung.
Pendlerstatistiken des Kreises Altenkirchen zeigen, dass neben dem Großraum Köln das Oberzentrum im Drei-Länder-Eck, Siegen, eine übergeordnete, oberzentrale Funktion besitzt. Demnach verteilen sich z.B. die Auspendler im Kreis Altenkirchen in Richtung Siegen-Wittgensteiin, Rhein-Sieg-Kreis und Köln/Bonn, Der Pendlerüberschuss beträgt rund 11.000 Pendler (Auspendler minus Einpendler) täglich. Für den Kreis als akktraktiver Wohnkreis ist die schnelle Anbindung nach Köln/bonn unter der Gesichtspunkt des demographischen Wandels eine westentliche Standortvoraussetzung.
Per Bahn erreichen Sie das Siegtal über den ICE-Bahnhof Siegburg (www.siegburg.de/icentrum). Von dort haben Sie gute Umsteigemöglichkeiten in die RE 9 oder die S 12 zu den Bahnhöfen und Haltepunkten an der Siegtalstrecke in Richtung Hennef, Eitorf und Windeck, Au, Wissen, Betzdorf, Kirchen, Brachbach und Mudersbach bis Siegen. Hilfreich ist die Fahrplanauskunft des Verkehrsverbundes Rhein-Sieg. Auch über den für unseren Kreis zuständigen Verkehrsverbund Rhein-Mosel erhalten Sie die genauen Haltepunkte von Bus und Bahn.
Am nächsten liegt der Flughafen Köln/Bonn, von dem aus eine direkte Verbindung zum ICE-Bahnhof Siegburg besteht. Auch der Flughafen Frankfurt ist über die ICE-Verbindung Frankfurt-Siegburg nur 40 Minuten entfernt.
Strukturpolitische Bedeutung der Siegstrecke
Für die wirtschaftliche Entwicklung der Region und für die Wettbewerbsfähigkeit der Region mit anderen Standorten ist die Infrastrukturausstattung eine wesentliche Einflussvariable. Im Bereich der Verdichtungsgebiete und ihres Umlandes bilden die überregionalen und regionalen Schienenverkehrsverbindungen das Rückgrat eines gegenüber dem Individualverkehr konkurrenzfähigen Verkehrsangebotes. Die Beschleunigung und Verbesserung des Schienenangebotes insgesamt ist entscheidend für die Akzeptanz des öffentlichen Verkehrs.
Die Erreichbarkeit der Regionen Köln/Bonn und Siegen/Gießen und die Konnektivität mit dem Umland ist nicht nur unter zeit-distanzieller Betrachtung auch ein Kosten- und damit Wettbewerbsfaktor. Das hohe Pendleraufkommen ist ein Beleg für die enge Verknüpfung der Arbeitsmärkte.
Die Entwicklung
- der zentralen, urban geprägten Bereiche,
- der ländlichen Gebiete mit Verdichtungsansätzen und
- der ländlichen Gebiete
sind jeder für sich und zusammen, aus unterschiedlichen Gründen heraus, auf die schienenverkehrliche Erschließung angewiesen. Die Prognosen und Modellrechnungen zur demographischen Entwicklung bis 2050 zeigen deutlich, dass sich der Wettbewerb zwischen Regionen und Standorten unter den Rahmenbedingungen einer schrumpfenden und alternden Bevölkerung mit ihren Implikationen für die wirtschaftliche Entwicklung verschärfen wird.
Zielsetzung für den Ausbau der Siegstrecke
- Erhöhung der zulässigen Streckenhöchstgeschwindigkeit der Siegstrecke, um die Reisezeit im Korridor (Gießen – Siegen – Köln) nachhaltig zu reduzieren durch Einführung einer Sprinterverbindung (früher D-Zug) in der Hauptverkehrszeit
- nachhaltige Verbesserung der Streckenleistungsfähigkeit der Siegstrecke und Beseitigung von Kriegsschäden (eingleisige Streckenabschnitte im Rhein-Sieg-Kreis)
Der Kreis arbeitet seit 2006 mit den Nachbarkreisen in der Arbeitsgemeinschaft Siegstrecke mit. Untersucht wurden die baulichen Mängel und Ertüchtigungsmöglichkeiten sowie die Einführung einer Sprinterverbindung (früher D-Zug) morgens und abends. Letzteres scheitert derzeit an der Überlastung des Knotenpunktes Köln. Erst wenn der Knotenpunkt ausgebaut wird, können Verbesserungen auf der Siegstrecke, z.B. eine Sprinterverbindung, eingeführt werden. Das wird noch etliche Jahre dauern. Laut Auskunft des VRS Rhein-Sieg, Geschäftsführer Dr. Reinkober, im Kreisausschuss Altenkirchen im Sommer, sind aber die Voraussetzungen für den Aubau in Köln gut und werden angegangen.
|